Elektrik & Automation

Signalsteuerung mit WAGO IO

Automations-Konzept

Ich betreibe meine Modellbahn mit einer Z21 DCC-Zentrale von Roco/Fleischmann. Allerdings nutze ich keine klassische Software wie iTrain oder Rocrail. Die Fahrbefehle der Loks bediene ich über die Z21 multiMaus/WLANMaus und nutze für die Haltbefehle die Bremsgenerator-Funktion der Z21 Booster. Fahrstrassen mit Weichen und Signalen steuere ich über ein industrielle Automatisierungs-System, wie ich es aus meinem Berufsalltag kenne. Da diese Industriesysteme nach 20 Betriebsjahren normalerweise ersetzt werden, gibt es viele Möglichkeiten, günstig an solche professionelle Elektronik-Baugruppen zu kommen. Auf diese Weise konnte ich viel Geld einsparen, da ich für eine große Modellanlage nicht eine Unmenge an Signal- und Weichen-Decoder einkaufen musste.

Lokführer und Fahrdienstleiter – zwei Aufgaben auf einer Anlage

Der Lokführer hat (im Modell) seine Mobile App und kann damit seine Befehle an die Lokomotive absetzten. Wenn die Fahrstraße freigegeben ist und das Signal auf „freie Fahrt“ wechselt, kann die Lok losrollen.
Der Fahrdienstleiter ist verantwortlich, dass die Zug- und Rangier-Fahrstraßen freigegeben werden und die Weichen und Signale das Rollmaterial sicher ins Ziel bringen. Diese Aufgabe kann man wunderbar mit einem konventionellen Steuerungssystem lösen. Mit etwas Glück fallen dabei nicht einmal große Kosten an.
Mit einem Bremsgenerator (Z21-Booster) kann man den Lokführer zusätzlich entlasten, sodass die Lokomotiven im Bremsabschnitt vor dem Signal automatisch gestoppt werden.

Digitalbetrieb für Triebwagen und Loks

Der digitale Lok-Betrieb mit DCC hat sich auch auf meiner Bahn durchgesetzt. Die vielen Vorteile lassen sich nicht weg-diskutieren. In meinem Steuerungskonzept gibt es allerdings eine Hintertür, welche auch den Fahrbetrieb mit analogen Loks unterstützen würde. Dazu erkläre ich später noch mehr. Was noch für einen analogen Betrieb spricht, ist die Tatsache, dass viele Sammler ihre teuren Messing-Modelle nicht digitalisieren wollen.

Elektro-Interface im 19-Zoll Rack (Europakarten)

Bei vielen Modellbahnern sitzt die ganze Elektronik unter der Bahnanlage, festgeschraubt an der Holzkonstruktion. Dem kann ich gerade gar nichts abgewinnen, weil gerade in Bezug auf die Wartung und Fehlerbehebung, dies Bauart in keiner Weise pflegeleicht ist. Ich habe mich entschieden die gesamte Verkablung der Anlage auf 19-Zoll-Rack zu führen und die Interface-Baugruppen auf steckbaren Europakarten-Print zu realisieren. Die Steckerbelegung habe ich nach einem Standard realisiert, sodass ich wahlweise analoge, digitale oder meine Industriesteuerung-Interfaceplatinen stecken kann.

Video vom Testbetrieb mit automatisierter Hybrid-Steuerung:

Re 6/6 Fulgurex – Ae 6/6 Roco

Simatic CPU315-2 DP mit PROFIBUS Anbindung für die dezentrale Peripherie :

19 Zoll Rack mit Interface-Karten und Schnittstellen zur SIMATIC SPS:

Umrüst-Kit für Analogbetrieb

Für den Notfall habe ich noch Analoge-Fahrregler, die ich in meinem Rack einschieben könnte. Dies für den Fall, dass ich den Fahrbetrieb mit alten Messingloks durchführen sollte. An dieser Stelle also noch ein klassischer Fahrregler für 0-14 VDC aus der guten alten Analogzeiten:

Fahrregler analog

Fahrregler 4-Kanal analog für 0-14 VDC – Schaltungsschema:

Fahrregler analog